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Portfolio-Theorie

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition

    i.e.S. quantitativ ausgerichtete Methode zur Zusammenstellung von Wertpapieranlagen zu effizienten Portefeuilles unter Berücksichtigung von Rendite- und Risikokennzahlen, i.w.S. zur davon aus- und darüber hinausgehenden Zusammenstellung eines optimalen Portefeuilles unter Berücksichtigung der Risikopräferenz eines Anlegers, zunächst anhand von Aktienportefeuilles untersucht. Im Gegensatz zur traditionellen fundamentalen und technischen Aktienanalyse steht nicht mehr eine einzelne Aktie im Vordergrund, sondern deren Einbettung in ein Aktienportfolio und dessen Bewertung unter Rendite- und Risikogesichtspunkten. Während die Rendite einer Anlage bereits in der traditionellen Aktienanalyse Gegenstand quantitativer Überlegungen war, überwogen sowohl hinsichtlich der Einbeziehung der Risikodimension als auch hinsichtlich der letztendlichen Portefeuillezusammensetzung qualitative Überlegungen. So war eine kaum reflektierte Maxime des "Safety of Principal" weit verbreitet (aus heutiger Sicht: Shortfall Threshold Level von Null), wurde unterschwellig vor einer "Overdiversification" gewarnt und war die Portefeuillebildung selbst durch allgemeine Richtlinien, das Fingerspitzengefühl sowie die Erfahrungen des Portefeuille-Managers bestimmt.

    In den USA veröffentlichten 1952 Markowitz (Markowitz-Kriterium) und Roy (Roy-Kriterium) unabhängig voneinander erste Konzepte zur optimalen Portefeuillegestaltung. Die Monographie „Portfolio Selection” von Markowitz im Jahre 1959 bildete die Basis für eine Reihe weiterer Arbeiten und wird als Basiswerk der Portfolio-Theorie angesehen. Konzeptionell verfolgen alle Modelle – mit unterschiedlicher Schwerpunktlegung – das Ziel, mit Hilfe von statistischen Größen und Methoden (z.B. Lageparametern, Streuungsparametern, Korrelationsrechnung, Regressionsrechnung) unterschiedliche Portefeuilles zu analysieren und zunächst als generell effizient und schließlich als individuell optimal zu identifizieren. Der Kerngedanke der Diversifikation steht dabei im Mittelpunkt.

    Vgl. auch Portfolio-Theorie, statistische Methoden, Portfolio-Theorie, Modellbeurteilung, Portfolio-Theorie, Weiterentwicklungen.

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