Direkt zum Inhalt

Variationskoeffizient

GEPRÜFTES WISSEN
Über 100 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 8.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Banklexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff und Berechnung: dimensionsloses, relatives Streuungsmaß, das in theoretischer Form als Quotient aus theoretischer Standardabweichung und Erwartungswert (σ/µ) und in empirischer Form als Quotient aus empirischer Standardabweichung und arithmetischem Mittel (s/MathML (base64):PG1hdGggeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTgvTWF0aC9NYXRoTUwiIG1hdGhzaXplPSIyMCI+CjxtaT54PC9taT4KPC9tYXRoPgo=) definiert ist.

    2. Interpretation: Zu beachten ist, dass ein bestimmter σ-Wert ausschließlich in engem Zusammenhang mit dem dazugehörigen µ-Wert als Risikomaß interpretationsfähig ist, was insbesondere bei Prozentangaben wie Renditegrößen häufig übersehen wird: Die dadurch zum Ausdruck gebrachte Normierung bezieht sich lediglich auf das jeweils eingesetzte Kapital, nicht auf das jeweils erzielte Renditeniveau. Eine (absolute) Standardabweichung von 10% dürfte aber auch unter Risikoaspekten unterschiedlich zu beurteilen sein, je nachdem ob die erwartete Rendite 10% oder 100% beträgt. Soweit nicht durch den Mean-Variance-Approach im Rahmen der Portfolio-Theorie der σ-µ-Zusammenhang quasi "automatisch" hergestellt wird, erscheint es sinnvoll, im Wege der Ermittlung des Variationskoeffizienten die Standardabweichung im Hinblick auf das jeweilige Renditeniveau zu normieren.

    3. Zur Anwendung in Theorie und Praxis: Der Variationskoeffizient spielt traditionell weder in Theorie noch in der Praxis eine größere Rolle — obwohl er nichts anderes darstellt als den Kehrwert des aus der (Ex-post-)Performance-Messung bekannten und weithin akzeptierten Sharpe-Maßes, und zwar für den Spezialfall eines risikolosen Zinssatzes von Null (wie er von Zeit zu Zeit virulent ist). Mithin ist der Variationskoeffizient inhaltlich von größter theoretischer und praktischer Bedeutung.    

     

    Mindmap Variationskoeffizient Quelle: https://www.gabler-banklexikon.de/definition/variationskoeffizient-99495 node99495 Variationskoeffizient node61297 Sharpe-Maß node99495->node61297 node59801 Mean-Variance-Approach node99495->node59801 node61538 Standardabweichung node99495->node61538 node60568 Portfolio-Theorie node99495->node60568 node62374 Volatilität node61297->node62374 node61297->node61538 node70422 Roy-Kriterium node70422->node59801 node61306 Shortfall-Risiko node59801->node61306 node62180 Varianz node59801->node62180 node59073 Jensen-Alpha node59073->node61297 node60569 Portfolio-Theorie Modellbeurteilung node59350 Korrelationskoeffizient node60569->node59350 node61267 Semistandardabweichung node61538->node61267 node61538->node62180 node56573 Capital Asset Pricing ... node56573->node59350 node81599 Kovarianz node59350->node99495 node59350->node81599 node59350->node61267 node62180->node60568 node99178 Lower Partial Moments node99178->node59801 node99178->node61538 node99178->node60568 node58703 historische Volatilität node58703->node61538 node58703->node60568 node60568->node70422
    Mindmap Variationskoeffizient Quelle: https://www.gabler-banklexikon.de/definition/variationskoeffizient-99495 node99495 Variationskoeffizient node61538 Standardabweichung node99495->node61538 node61297 Sharpe-Maß node99495->node61297 node59801 Mean-Variance-Approach node99495->node59801 node60568 Portfolio-Theorie node99495->node60568 node59350 Korrelationskoeffizient node59350->node99495

    News SpringerProfessional.de

    Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

    Literaturhinweise SpringerProfessional.de

    Bücher auf springer.com

    Sachgebiete