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CreditMetrics (CM)

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Von J.P. Morgan entwickeltes Instrument zur Unterstützung des Risikomanagements im Kreditgeschäft. CreditMetrics ist ein Portfoliomodell zur Erfassung, Analyse, Steuerung und Prognose von Bonitätsrisiken auf einer einheitlichen, konsolidierten Basis über die gesamte Organisation und Produktpalette an Finanz- und Kreditinstrumenten (z.B. Darlehen, Anleihen, Avale, Akkreditive, derivative Finanzinstrumente, Handelspositionen) eines Kreditinstituts hinweg.

    2. Bausteine: CreditMetrics besteht aus drei Bausteinen. Neben
    a) dem methodischen Ansatz (VaR-Kennziffer, vgl. Value-at-Risk [VaR]) sind dies
    b) die über das Internet online bzw. zeitnah verfügbare Datenbasis an durchschnittlichen Eintrittwahrscheinlichkeiten für Veränderungen in der Qualität der Kontrahentenbonität sowie Schätzungen für Korrelationsdaten in Kreditportfolios und
    c) ein leistungsfähiges Softwarepaket, das auf Personalcomputern installiert werden kann.

    3. Ermittlung: Die Ermittlung der potenziellen maximalen Verlusthöhe, d.h. eines VaR aufgrund von kreditbezogenen Ereignissen (insbesondere Bonitätsrisiko) in einem Kreditportefeuille, vollzieht sich in drei Schritten. Zunächst erfolgt eine Quantifizierung der einzelnen Risikoprofile jedes Finanzinstruments innerhalb des betrachteten Portefeuilles. Anschließend werden mögliche Wertschwankungen jedes Finanzinstruments infolge einer Veränderung der Qualität der Kontrahentenbonität anhand der Übergangswahrscheinlichkeiten (Migration) zu Upgrades (höheres Rating) und Downgrades (niedrigeres Rating) bzw. Totalausfällen berechnet. Abschließend werden mögliche Korrelationen zwischen den Kreditnehmern berücksichtigt, um zu einer aggregierten Portfoliovolatilität und damit einer VaR-Kennziffer für das betrachtete Kreditportefeuille eines Kunden, einer Abteilung oder der Gesamtbank zu gelangen.

    4. Elemente: vgl. Abbildung "Value-at-Risk aus dem Kreditgeschäft".

     

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