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Referenzmodell

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    1. Begriff: Ein Referenzmodell ist ein Modell bzw. zweckorientiertes partielles Abbild der Realität, um eine Wiederverwendung von Modelleigenschaften zu erzielen. Referenzmodelle sind für einen bestimmten Anwendungsbereich generalisiert, d.h. sie haben den Anspruch ein Soll- oder ein Ideal-Modell für eine Klasse von Unternehmen (z.B. Privat- oder Retailbanken) darzustellen. Mit geeigneten Werkzeugen (z.B. Modellierungs-, Servicemanagement-Software) erfolgt die Erstellung von unternehmensspezifischen Modellausprägungen durch Wiederverwendungstechniken, wie etwa Analogieschluss, Instanziierung, Konfiguration, Spezialisierung und Zusammenschluss. Die Multiperspektivität eines Referenzmodells bezeichnet dabei die konsistente Aufbereitung eines Referenzmodells in alternativen Sichten für unterschiedliche Anwender (z.B. Geschäftsleitungen, Fachbereiche, Systemberater). Der Einsatz von Referenzmodellen zielt auf eine Aufwandsreduktion bei der Entwicklung, spezifischer Modelle, die Dokumentation von vorhandenem Wissen und die Vorgabe zur Implementierung von Anwendungssystemen.

    2. Beispiele: Gegenüber dem Industrie- und dem Konsumgüterbereich (Y-Modell bzw. H-Modell) sind im Bankenbereich erst in jüngerer Zeit Referenzmodelle entstanden. Diese lassen sich in strategische Modelle (Finanznetzwerk) zur Unterstützung strategischer Entscheidungen (z.B. Positionierung des Unternehmens), organisatorische Modelle (Bankmodell) zur fachlichen Gestaltung und informationstechnische Modelle für die Konkretisierung der Unterstützung durch Anwendungssysteme unterscheiden. Jüngere Referenzmodelle orientieren sich auch an der integrativen Sicht serviceorientierter Architekturen, sodass im Rahmen der Servicegestaltung auch serviceorientierte Referenzmodelle als Basis der überbetrieblichen Vernetzung entstehen.

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