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Informationstechnologie (IT)

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Informationstechnologie (IT) umfasst i. e. S. alle technischen Ressourcen, die der Generierung, Speicherung, Archivierung und Verwendung digitaler Informationen dienen. I. w. S. gehört auch die Übertragung der Informationen mittels Kommunikationstechnologie dazu.

    2. Merkmale: Zur Verarbeitung von Informationen und Daten werden Hardware, Software und Kommunikationsnetze benötigt. Diese fallen gemeinsam unter den Oberbegriff IT. In Unternehmen sind diese technischen Ressourcen Bestandteile von Informationssystemen. Generell sind IT und deren Nutzung sowohl in Unternehmen als auch im öffentlichen und privaten Bereich weit verbreitet. Bei Banken spielt sie eine zentrale Rolle, da diese intensiv mit digitalen Informationen arbeiten. Verträge, Kontobewegungen und ähnliches werden in digitaler Form aufbewahrt bzw. übertragen. Gerade für Banken sind IT-Sicherheit und Verfügbarkeit von Informationssystemen entscheidend, da zum einen sensible Kundendaten aufbewahrt bzw. verarbeitet werden und zum anderen Ausfälle in ungünstigen Fällen zu immensen Verlusten führen können (z. B. im Aktienhandel). Im Bereich des Online-Bankings muss mittels IT – z. B. in Form von PIN und TAN-Generatoren – dafür Sorge getragen werden, dass die Authentizität online getätigter Überweisungen garantiert ist. In diesem Zusammenhang muss auch gewährleistet sein, dass Informationssysteme den Anforderungen in Bezug auf Revisionssicherheit sowie weitere Regularien und Gesetze gerecht werden.

    3. Entwicklung/Geschichte des Begriffs: Seit Beginn der 1960er Jahre wird IT kommerziell genutzt. Zunächst hatten Unternehmen Großrechner – sog. Mainframes – im Einsatz, um große Datenmengen zentral zu verarbeiten. Mit der Verbreitung der Personal Computer in den 1980er Jahren nahm die Nutzung von IT sowohl im privaten als auch im geschäftlichen und öffentlichen Bereich zu. Anfang der 1990er Jahre etablierte sich das Internet und ermöglichte eine weltweite Vernetzung und Zusammenarbeit mittels IT. Im Jahr 2000 hatte das Wachstum der IT-Branche seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Da die hohen Erwartungen, die an IT und IT-Unternehmen gestellt wurden, nicht erfüllt werden konnten, platzte die sog. DotCom-Blase. Dieser Rückschlag konnte die Zunahme der Digitalisierung aber nicht verhindern. IT ermöglichte u. a. mit dem Online-Banking neue Geschäftsmodelle im Bankensektor. Heute sind das Internet und die dort bereitgestellten Dienste bzw. Angebote allgegenwärtig und auch über mobile Endgeräte wie Smartphones nutzbar.

    4. Aktuelle Entwicklungen: Der Einsatz von IT wird heute grundsätzlich nicht in Frage gestellt, sondern es wird versucht, mittels IT Wettbewerbsvorteile zu erlangen. So kann die IT einerseits Enabler für neue Geschäftsmodelle und ‑prozesse sein; andererseits kann der Einsatz von IT Unternehmen unterstützen, ihre bestehenden Prozesse schneller und effizienter abzuwickeln. Z. B. kann mittels IT-basierter Scoring-Verfahren und Kundenstammdaten die Kreditwürdigkeit von Kunden geprüft werden. 
    Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem IT-Alignment zu, welches dafür Sorge trägt, dass die Nutzung der IT im Unternehmen mit der Strategie und den Zielen des Unternehmens in Einklang ist. Die Abstimmung zwischen Geschäftsprozessen und den unterstützenden IT-Systemen kann über ein Enterprise Architecture Management (EAM) erfolgen, das zunächst den Ist-Zustand der IT-Unterstützung im Unternehmen ermittelt, Lücken identifiziert und diese dann schließt. Dies fällt – inklusive der Auswahl geeigneter IT – in den Aufgabenbereich des IT-Managements. Das IT-Management muss sich hierbei im Spannungsfeld zwischen einerseits Standardisierung und Konsolidierung zum Zweck der Kostenreduktion und andererseits dem Einsatz innovativer Lösungen zur Differenzierung gegenüber Wettbewerbern bewegen.
    Im Bereich der Banken war die IT ein Enabler für das Geschäftsmodell der Direktbanken. Seit 2007 stiegen durch den Einsatz von IT und Online-Banking deren Kundenzahlen, wobei gleichzeitig die Zahl der Filialen rückläufig ist. Der Einsatz von IT führt somit zu Kosteneinsparungen und muss von allen Banken gleichermaßen vollzogen werden, um konkurrenzfähig bleiben zu können.
    Aktuelle Themen sind FinTechs (Financial Technology) und IT-basierte Krypotwährungen wie Bitcoin.

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