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Revision von Bondholder Value vom 18.10.2018 - 11:23

Bondholder Value

Definition

Werterhaltung der Investition der Anleihegläubiger.

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Begriff
    2. Bewertung
    3. Anforderungen

    Begriff

    Ursprünglich wurde der Bondholder Value definiert als Marktwert der ausstehenden Anleihen (Schuldverschreibung) von Unternehmen und Institutionen, mithin der Wert (Value) eines Unternehmens oder einer Institution, der den Anleihegläubigern (Bondholder) zusteht. Da diese Definition mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist (bspw. reduziert eine Schuldentilgung den Marktwert und würde damit als negativ im Sinne des Bondholder Value gewertet werden) stellt man mittlerweile auf die Kreditwürdigkeit ab. In diesem Sinne ist der Bondholder Value als Erhaltung bzw. Steigerung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Institutionen zu sehen und bezieht sich auf die Werthaltigkeit der Investition der Anleihegläubiger. Zum Teil wird diese Forderung auch auf die Fremdkapitalgeber insgesamt ausgeweitet. Der Begriff ist im Zusammenhang mit der Shareholder-Value-Diskussion geprägt worden. Während der Shareholder Value die Maximierung des Unternehmenswertes für den Aktionär als oberste Zielgröße der Unternehmensführung darstellt, fordern Bondholder-Value-Konzepte darüber hinaus eine adäquate Berücksichtigung der Anleihegläubiger-Interessen; sie sind Konzepte zur Steigerung des Unternehmenswertes für Eigen- und Fremdkapitalgeber.

    Bewertung

    Die Bondholder-Value-Politik eines Schuldners wird vorrangig nach der Rating-Entwicklung des Emittenten und der einzelnen Emissionen (möglichst keine Verschlechterung des Ratings) und/oder nach der Spread-Entwicklung der einzelnen Emissionen (möglichst keine Erhöhung der Credit Spreads) beurteilt.

    Anforderungen

    Eine aktive Bondholder-Value-Politik ist insbesondere für Unternehmen, die sich stark an den Corporate-Bond-Märkten (Unternehmensanleihe-Märkten) engagieren von Bedeutung. Insbesondere eine umfangreiche Informationspolitik, die sich an die Fremdkapitalgeber (Gläubigerpflege) und Ratingagenturen richtet, spielt in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle. Sie beginnt im Zusammenhang mit der Kapitalaufnahme mit z.B. Credit Research Reports und erstreckt sich darüber hinaus auf die fortlaufende Unterrichtung der Investoren hinsichtlich der Unternehmens- und Finanzierungsstrategie.

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