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Swap

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    1. Ein Swap (Tausch) ist eine besondere Form der Tauschvereinbarung: Kontrahiert wird der ein- oder mehrmalige Austausch von (zukünftigen) Cashflows, welche durch bestimmte Marktgrößen sowie die Einzelheiten der Vereinbarung bestimmt sind. Ein Forward kann als einfache Swap-Variante mit einem Zahlungszeitpunkt aufgefasst werden, wirkliche Swaps beziehen sich demgegenüber i.d.R. auf mehrere Zahlungszeitpunkte.

    2. Motive: Im Grundsatz basieren Swaps darauf, dass sie den Beteiligten aufgrund der Nutzung komperativer Kostenvorteile günstigere Chance-/Risiko-Positionen eröffnen als wenn sie die durch den Swap erzeugte Cashflow- bzw. Aktiv-Passiv-Struktur unmittelbar alleine herstellen würden. Beispiel: Ein deutsches Unternehmen beschafft Euro, ein chinesisches Yuan, obwohl beide eigentlich den jeweiligen Fremdwährungsbetrag benötigen. Diesen erhalten sie durch einen entsprechenden Swap vom anderen. Lohnend ist dies dann, wenn ein Zins-/Wechselkursvorteil gegenüber der direkten Kapitalnahme des deutschen Akteurs am Yuan- und des chinesischen Akteurs am Euro-Markt besteht. Insofern lassen sich Swaps zur Kostenreduzierung verwenden, zugleich erfolgt ein Hedging von Risiken. Überdies lassen sich mit Swaps Strategien der Arbitrage/Spekulation (auf bestimmte Marktpreisentwicklungen) verfolgen.

    3. Grundformen:
    a) Zins-Swaps (Tausch von festen und variablen Zinsverpflichtungen auf einen nominellen Kapitalbetrag in einer Währung für einen festgelegten Zeitraum),
    b) Währungs-Swaps (Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen, einschließlich der damit verbundenen Zinszahlungen) und
    c) kombinierter Zins-/Währungs-Swap (Tausch fester und zinsvariabler Währungspositionen, Cross Currency Interest Rate Swap).
    Seit Abwicklung der ersten Swap-Transaktionen Anfang der 1980er-Jahre hat der Swap-Markt sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht eine starke Ausweitung erfahren. Ausgehend von den Grundmodellen wurden die Swap-Konstruktionen zunehmend variiert und verfeinert. So sind heute Swaps mit einem sich während der Laufzeit verringernden Kapitalbetrag (Amortizing Swaps) ebenso möglich wie Swaps mit einer Vorlaufzeit (Forward Swaps) oder Optionen auf Swaps (Swaption).

    4. Marktteilnehmer sind neben Institutionen der öffentlichen Hand und großen Nicht-Finanzunternehmen vor allem Finanzintermediäre. Kreditinstitute treten hierbei sowohl als Swap-Kontrahenten auf, die die Instrumente in ihrem Aktiv-Passiv-Management einsetzen, als auch als Mittlerinstitution, wobei sie als Arranger oder Intermediary agieren. Ein Arranger führt swapwillige Partner zusammen, ohne bei der eigentlichen Swap-Transaktion selbst ein Risiko zu übernehmen, während ein Intermediary als zwischengeschalteter Vertragspartner tätig wird und separate Verträge mit zwei oder mehr Swap-Parteien, die in keinem unmittelbaren Vertragsverhältnis zueinander stehen, abschließt. 

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    Mindmap "Swap"

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