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Spitzenrefinanzierungsfazilität des ESZB

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Charakterisierung: geldpolitisches Instrument des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) (Geldpolitik des ESZB), das die Geschäftspartner in Anspruch nehmen, um sich von den nationalen Zentralbanken Übernachtliquidität zu einem vorgegebenen Zinssatz gegen zentralbankfähige Sicherheiten zu beschaffen. Diese Kreditlinie ist zur Deckung eines vorübergehenden Liquiditätsbedarfs der Geschäftspartner bestimmt. Insofern entspricht dieses Instrument im Wesentlichen dem früheren Lombardkredit der Deutschen Bundesbank.

    Der Zinssatz dieser Fazilität bildet i.Allg. die Obergrenze des Tagesgeldsatzes, weil Nachfrager von Zentralbankliquidität am Geldmarkt keine höheren Zinsen zu akzeptieren brauchen. Für die Inanspruchnahme der Fazilität gelten im gesamten Euro-Währungsraum die gleichen Konditionen.

    2. Bedeutung: Die nationalen Zentralbanken (NZB) können Liquidität im Rahmen der Spitzenrefinanzierungsfazilität des ESZB je nach Rechtsordnung entweder in Form von Pensionsgeschäften (d.h. das Eigentum an der Sicherheit wird auf den Gläubiger übertragen, während die Parteien gleichzeitig vereinbaren, das Geschäft durch eine Rückübertragung des Vermögenswertes auf den Schuldner am folgenden Geschäftstag umzukehren) oder im Wege der „Verpfändungslösung” (Sicherheitenpool), also per Beleihung bereitstellen (dabei wird ein durchsetzbares Sicherungsrecht eingeräumt, wobei die Sicherheiten unter der Annahme, dass der Schuldner seine Verpflichtung erfüllen wird, im Eigentum des Schuldners verbleiben). In diesem Falle dienen die Pfandpools auch für Innertageskonto-Überziehungen (Giroüberzugslombard).

    3. Vgl. auch ständige Fazilitäten des ESZB.

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      Mindmap Spitzenrefinanzierungsfazilität des ESZB Quelle: https://www.gabler-banklexikon.de/definition/spitzenrefinanzierungsfazilitaet-des-eszb-61489 node61489 Spitzenrefinanzierungsfazilität des ESZB node59634 Liquidität node61489->node59634 node60440 Pensionsgeschäfte node61489->node60440 node58230 Geldmarkt node61489->node58230 node62524 Wechsel node70473 Liquidity Coverage Ratio ... node70473->node59634 node56184 bestätigter Bundesbank-Scheck node56184->node59634 node58245 Geldmengensteuerung node59634->node58245 node57099 Diskontsatz node56968 Deutsche Bundesbank node56968->node61489 node57620 EURIBOR node57100 Diskontsatz-Überleitungsgesetz (DÜG) node57100->node61489 node57100->node57099 node57100->node56968 node57100->node57620 node57708 Europäische Zentralbank (EZB) node57100->node57708 node61215 Schuldscheindarlehen node61215->node60440 node60440->node62524 node58230->node60440 node57928 Finanzmarkt node58230->node57928 node58274 Geldwertstabilität node62543 Wechselkursmechanismus II node62543->node57708 node81725 Pillar-2-Guidance node81725->node57708 node81726 Pillar-2-Requirements node81726->node57708 node57708->node61489 node57708->node60440 node57708->node58274 node59089 Kalkulationszinsfuß node59089->node58230 node58253 Geldschöpfungsmultiplikator node58253->node58230 node59773 Marktzinsmethode node59773->node58230 node59652 Liquiditätsstatus node59652->node59634
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