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Option, Basisstrategien

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Sammelbezeichnung für vier grundlegende Optionspositionen: Long Position in einem Call (Kauf einer Kaufoption) oder Put (Kauf einer Verkaufsoption) bzw. Short Position in einem Call (Verkauf einer Kaufoption) oder Put (Verkauf einer Verkaufsoption). Aufbauend auf diesen vier Basisstrategien können kombinierte Optionsstrategien (z.B. Bull Spreads, Bear Spreads) hergestellt werden.

     

    Die Attraktivität der vier Positionen bzw. daran anknüpfend der Strategien hängt ab von der Erwartung über die künftige Kursentwicklung des Basiswertes:

    1. Long Call: Der Käufer einer Kaufoption (Long Call) erwartet, dass der Basiswert innerhalb der Laufzeit der Option steigt. Der Kurs muss mindestens den Basispreis erreichen, damit die Option bei Fälligkeit einen inneren Wert hat. Der Käufer der Kaufoption wird sein Recht ausüben, wenn der aktuelle Börsenkurs über dem ursprünglich vereinbarten Basispreis liegt. Bei dieser Kurskonstellation kompensieren alle über dem Basispreis liegenden Kurse die ursprünglich gezahlte Optionsprämie.

    2. Short Call: Erwartet der Anleger in der Zukunft gleichbleibende Kurse, kann es sinnvoll sein, die Position eines Verkäufers eines Calls (Short Call) einzunehmen. Den Basiswert hält der Verkäufer in seinem Portfolio (Covered-Call-Writing). Der Verkäufer der Option erhält vom Käufer die Optionsprämie und erhöht damit sein Einkommen. Steigt der Basiswert über den Basispreis, muss der Verkäufer den Basiswert zum Basispreis abgeben. Ist der Kurs unter dem Basispreis, wird die Long Position im Call den Basiswert nicht über den Stillhalter beziehen, da sie den Basiswert billiger über die Börse kaufen kann.

    3. Long Put: Das Motiv eines Käufers einer Verkaufsoption (Long Position in Put) liegt in einem zu erwartenden Kursverfall des Basiswertes. Die Long Position kann Gewinne realisieren, wenn der aktuelle Kurs unter dem Basispreis liegt, da sie den Basiswert über die Option teurer verkaufen kann. Das Gewinnpotenzial ist begrenzt, als der Kurs nicht unter null fallen kann.

    4. Short Put: Ähnlich wie beim Verkauf eines Calls möchte auch der Verkäufer eines Puts (Short) seine Put Rendite durch die vereinnahmte Stillhalterprämie verbessern. Der Verkäufer des Puts rechnet mit gleichbleibenden bzw. steigenden Kursen bis zur Fälligkeit der Option.

     

    Bei Aktien bzw. Währungen werden mit einer Long Position in Calls steigende Kurse bzw. mit Puts fallende Kurse erwartet. Bei Zinsinstrumenten ist dieser Zusammenhang abhängig von der Gestaltung des Instruments. Calls (Puts) auf Zinssätze steigen (sinken) im Wert mit dem Zinssatz. Analog steigen (sinken) Calls (Puts) auf Zinsinstrumente (z.B. eine Anleihe) mit deren Kurs, während sie sich zur Zinsentwicklung umgekehrt verhalten.

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