Direkt zum Inhalt

Geldschöpfung

GEPRÜFTES WISSEN
Über 100 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 8.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Banklexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Kreditschöpfung. 1. Quellen der Geldschöpfung: In entwickelten Volkswirtschaften können zwei „Produzenten” von Geld unterschieden werden:
    Die Notenbank (Zentralbank) schafft Zentralbankgeld.
    Kreditinstitute (nicht nur Geschäftsbanken) schaffen im Zuge einer Bilanzverlängerung Giralgeld (begrenzt durch die Notwendigkeit, Barreserve und Mindestreserve zu halten) und beeinflussen damit die Höhe der in einer Volkswirtschaft vorhandenen kaufkraftwirksamen Geldmenge. Da die Steuerung des Kaufkraft-Potenzials eine zentrale Aufgabe der Geldpolitik ist, werden von der Deutschen Bundesbank die wichtigsten Einflussfaktoren der Geldschöpfung im Rahmen ihrer monetären Analyse näher aufgegliedert. Es wird dabei im Wesentlichen wie in der Abbildung unterschieden.

    2. Geldschöpfung durch Kredite: Im Zentrum des Geldangebotes der Kreditinstitute steht Geldschöpfung durch Kreditgewährung (einschließlich Krediteröffnung). Dabei kann unterschieden werden in „Kredite des Bankensystems an inländische Unternehmen und Private” und „Kassendispositionen der öffentlichen Hand”; letztere Position erfasst die Kredite des Bankensystems an den Staat (Staatssektor).

    3. Geldschöpfung durch Devisentransaktionen: Bedeutsamen Einfluss auf die Geldschöpfung haben darüber hinaus die Veränderungen der Devisenbestände (Gold- und Devisenbilanz, Kapitalbilanz), auch als außenwirtschaftliche Komponente der Geldschöpfung bezeichnet. So entsteht Zentralbank- bzw. Giralgeld, wenn Kreditinstitute (einschließlich Zentralbanken) Nichtbanken ausländische Währung (Devisen) mit inländischer Währung abkaufen; umgekehrt tritt eine kontraktive Wirkung auf die zirkulierende Geldmenge ein, wenn Inländer Devisen gegen inländische Währung kaufen. Beide Effekte sind bei der Erklärung von Veränderungen der Geldmenge gegeneinander aufzurechnen.

    4. Geldkapitalbildung bedeutet in der Interpretation der Deutschen Bundesbank, dass Wirtschaftssubjekte (Personen) Geld in Formen anlegen, die nicht in die Abgrenzung der kaufkraftwirksamen Geldmenge M3 einbezogen sind, weil man bei ihnen davon ausgeht, dass sie, wie z.B. Spareinlagen mit Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten, keine geldnahen Aktiva darstellen (Geldmengenbegriffe). Geldkapitalbildung wirkt aus diesem Blickwinkel somit kontraktiv auf die Geldmenge M3, Geldkapitalauflösung wirkt expansiv.

    Mindmap Geldschöpfung Quelle: https://www.gabler-banklexikon.de/definition/geldschoepfung-58252 node58252 Geldschöpfung node59373 Kredit node58252->node59373 node58244 Geldmengenbegriffe node58252->node58244 node58204 Geld node58252->node58204 node61134 Scheck node62246 Verfügungsberechtigung über Bankkonten node62246->node59373 node61219 Schuldverschreibung node59373->node61219 node59926 monetäre Indikatoren node59926->node58244 node60941 REPO-Geschäft node58245 Geldmengensteuerung node58245->node58244 node58244->node60941 node58244->node61219 node58396 gesetzliche Zahlungsmittel node58253 Geldschöpfungsmultiplikator node58253->node58252 node58253->node59373 node61341 Sichteinlage node58253->node61341 node59593 Lender of Last ... node58253->node59593 node58440 Giralgeld node58253->node58440 node59401 Kreditinstitut i.S. des ... node58253->node59401 node62325 Versicherungstechnik node62325->node58204 node61219->node58204 node58204->node58396 node58204->node59401 node58440->node58252 node58440->node61134 node58440->node58204 node58440->node59401 node59773 Marktzinsmethode node59773->node59373
    Mindmap Geldschöpfung Quelle: https://www.gabler-banklexikon.de/definition/geldschoepfung-58252 node58252 Geldschöpfung node58204 Geld node58252->node58204 node58440 Giralgeld node58252->node58440 node58244 Geldmengenbegriffe node58252->node58244 node59373 Kredit node58252->node59373 node58253 Geldschöpfungsmultiplikator node58253->node58252

    News SpringerProfessional.de

    Literaturhinweise SpringerProfessional.de

    Bücher auf springer.com

    Sachgebiete