Direkt zum Inhalt

BSE-Abkommen

GEPRÜFTES WISSEN
Über 100 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 8.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Banklexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    1. Begriff: seit September 1998 im „Abkommen über den Einzug von Schecks (Scheckabkommen)” integriert, das die Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft und die Deutsche Bundesbank zur Rationalisierung des Scheckeinzugs geschlossen haben.

    2. Gegenstand des Abkommens sind in Euro ausgestellte Inhaberschecks und Orderschecks sowie Zahlungsanweisungen zur Verrechnung (Textschlüssel 01, 02, 11 und 12), die auf Kreditinstitute im Inland gezogen sind und auf Beträge bis unter 6.000 Euro ausgestellt sind. Deren Daten (Schecknummer, Kontonummer, Bankleitzahl, Betrag und Textschlüssel) werden von dem in das BSE-Verfahren überleitenden Kreditinstitut anhand der codierten Daten in der Codierzeile des Schecks und der Summenbelege auf EDV-Medien erfasst. Das überleitende Kreditinstitut ist für die Richtigkeit der Codierung verantwortlich. Es übernimmt i.d.R. auch die Lagerung der Schecks (Lagerstelle). Aus dem Ausland eingereichte Schecks können vom überleitenden Kreditinstitut in Feld 7b des Datensatzes C mit dem Ergänzungsschlüssel „888” gekennzeichnet werden. Das überleitende Kreditinstitut ist ermächtigt, die Scheckgegenwerte von den bezogenen Kreditinstituten beleglos einzuziehen. Die erste Inkassostelle prüft die Papiere auf ihre formelle Ordnungsmäßigkeit i.S. von Art. 1 und 2 SchG. Formell nicht ordnungsgemäße Schecks sind von der ersten Inkassostelle durch Vorlage des elektronischen Bildes des Schecks (Scheckbild) und des ISE-Clearingdatensatzes nach den Bestimmungen über den imagegestützten Scheckeinzug (ISE-Verfahren, Abschn. III Scheckabkommen) einzuziehen.

    3. Einzugsverfahren: Für die Bearbeitung und zwischenbetriebliche Weiterleitung sind die Daten im Satz- und Dateiaufbau nach den zwischen den Spitzenverbänden vereinbarten „Vereinbarungen über den beleglosen Datenaustausch in der zwischenbetrieblichen Abwicklung des Inlandszahlungsverkehrs” anzuordnen. BSE-Schecks können mit beleglosen Lastschriften in einer logischen Datei zusammengefasst werden. Es stellt zusätzlich die Bankleitzahl seiner Schecklagerstelle in Feld C3 des Datensatzes ein. Es verwahrt die Originalschecks oder davon erstellte Kopien der Vorder- und Rückseite entsprechend der handels- und steuerrechtlichen Vorschrift (Aufbewahrung von Unterlagen).

    4. Rückrechnungen sind vom bezogenen Kreditinstitut spätestens an dem auf den Tag des Eingangs der Scheckdaten folgenden Geschäftstag beleglos an die in Feld C10 des Datensatzes angegebene Stelle zu leiten. Die erste Inkassostelle bestätigt im Auftrag des bezogenen Kreditinstituts die Nichteinlösung durch folgenden Vermerk: „Vom bezogenen Kreditinstitut am ... nicht bezahlt”. Jedes am BSE-Verfahren beteiligte Institut kann von der ersten Inkassostelle die Auslieferung einer Scheckkopie verlangen, wenn dies für die Klärung von Problemen notwendig ist. Originalschecks kann nur das bezogene Institut anfordern. Die Schecklagerstelle ist verpflichtet, Kopien bzw. Originalschecks spätestens am zweiten auf den Eingang der Benachrichtigung bzw. der Anforderung folgenden Geschäftstag abzusenden. Im Übrigen gilt, soweit in diesem Abkommen nicht anders bestimmt, das Scheckabkommen.

    Mit Ihrer Auswahl die Relevanz der Werbung verbessern und dadurch dieses kostenfreie Angebot refinanzieren: Weitere Informationen

    Mindmap "BSE-Abkommen"

    Hilfe zu diesem Feature
    Mindmap BSE-Abkommen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bse-abkommen-56453 node56453 BSE-Abkommen node57579 erste Inkassostelle node56453->node57579 node58831 Inhaberscheck node56453->node58831 node56454 BSE-Verfahren node56453->node56454 node62748 Zahlungsanweisung zur Verrechnung ... node56453->node62748 node61137 Scheckabkommen node56453->node61137 node61999 Überbringerscheck node59574 Legitimationsprüfung node58831->node61999 node58831->node59574 node61134 Scheck node58831->node61134 node61998 Überbringerklausel node58831->node61998 node56454->node57579 node56454->node61134 node62538 Wechselinkasso node62538->node57579 node58815 Indossament node62395 Vollmacht node62748->node62395 node62747 Zahlungsanweisung node62748->node62747 node60032 natürliche Person node62748->node60032 node62767 Zahlungsverkehr node62748->node62767 node61156 Scheckrückgabe nach den ... node61156->node57579 node61156->node61137 node61148 Scheckinkasso node61148->node57579 node61148->node56454 node61148->node61137 node61137->node57579 node61137->node56454 node61137->node58815
    Mindmap BSE-Abkommen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bse-abkommen-56453 node56453 BSE-Abkommen node62748 Zahlungsanweisung zur Verrechnung ... node56453->node62748 node61137 Scheckabkommen node56453->node61137 node57579 erste Inkassostelle node56453->node57579 node56454 BSE-Verfahren node56453->node56454 node58831 Inhaberscheck node56453->node58831

    News SpringerProfessional.de

    Literaturhinweise SpringerProfessional.de

    Bücher auf springer.com

    Sachgebiete