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Bollinger-Bänder

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Das Original: Gabler Banklexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Trendkanalsystem, das von John Bollinger Anfang der 1980er-Jahre zur Chartanalyse entwickelt worden ist.

    2. Methode: Zur Konstruktion der Bollinger-Bänder wird zuerst ein gleitender Durchschnitt (GD) als mittleres Bollinger-Band des Basistitels berechnet. Für kurz- bis mittelfristige Trends wird ein 20-Tage-GD, für noch kürzere oder langfristigere Trends entsprechend ein 10- bzw. 50-Tage-GD verwandt. Aus der Addition (Subtraktion) der zweifachen Standardabweichungen des Titels zum GD ergibt sich das obere (untere) Bollinger-Band. Bollinger-Bänder werden häufig als Kurszielmarken interpretiert: Aus Kursspitzennähe des oberen (unteren) Bandes wird auf eine bevorstehende Kurssenkung (-steigerung), aus entsprechenden Kursplateaus auf eine Trendwende geschlossen. Als Vorteil gegenüber anderen Trendkanalsystemen gilt, dass die Bollinger-Bänder die Volatilität des Basistitels mit einbeziehen, da ihr Abstand vom GD nicht konstant, sondern abhängig von der Standardabweichung ist. Eine erhöhte Volatilität macht sich in einer Expansion, eine verringerte in einer Kontraktion der Bollinger-Bänder bemerkbar. In der Regel kommen Bollinger-Bänder in Verbindung mit anderen Indikatoren zum Einsatz. Am besten sind dabei Indikatoren geeignet, die einen überkauften oder überverkauften Markt und somit die Dynamik einer Kursbewegung anzeigen. Die Prognose von Trendwenden und Kurszielen wird somit als zuverlässiger erachtet. Ein Ausbrechen des Kurses aus den Bollinger-Bändern lässt zunächst eine Fortsetzung des Trends in Richtung des Ausbruchs vermuten. Verkaufssignale werden nach Bollinger von einer Kursbewegung angezeigt, wenn das obere Band von oben nach unten durchbrochen wird. Umgekehrt werden Kaufsignale generiert, wenn das untere Band von unten nach oben durchbrochen wird. Nachhaltig ist diese Bewegung jeweils erst, wenn auch der GD gekreuzt wurde. Wird ausserhalb der Bollinger-Bänder eine Trendumkehrformation — Top oder Boden — herausgebildet und wiederholen sich diese innerhalb der Bänder, dann weist dies auf eine Trendwende hin.

    Mindmap Bollinger-Bänder Quelle: https://www.gabler-banklexikon.de/definition/bollinger-baender-56371 node56371 Bollinger-Bänder node59183 Kaufsignal node56371->node59183 node58465 gleitender Durchschnitt node56371->node58465 node56640 Chartanalyse node56371->node56640 node61538 Standardabweichung node56371->node61538 node62374 Volatilität node56371->node62374 node58126 Fundamentalanalyse node62022 überverkaufter Markt node62022->node59183 node61790 technische Analyse node59183->node61790 node59173 Kauf node59183->node59173 node59914 Momentum node59914->node58465 node55501 Aktienindex node58465->node59183 node58465->node55501 node56568 Candlestick Chart node56568->node56640 node61790->node58465 node61952 Trendumkehrformation node61952->node59183 node56640->node58126 node56640->node61790 node56640->node61952 node62180 Varianz node61538->node62180 node55663 annualisierte Volatilität node58703 historische Volatilität node62379 Volatilitätsstrategien node62379->node62374 node59908 Modified Duration node62374->node55663 node62374->node58703 node62374->node59908 node61540 Standardabweichung von Alpha node61540->node61538 node61306 Shortfall-Risiko node61306->node61538 node99178 Lower Partial Moments node99178->node61538
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